Heute geht die chinesische Open Beta von Aion zu ende. Und YAY – Ich habe es endlich testen können! Immerhin bis Level 14 bin ich gekommen und nun habe ich meine Impressionen niedergeschrieben:
Aion hat im Grunde nicht vieles, was nicht schon ein anderes MMO aufbieten könnte. Eine Charerstellung, wenn auch eine sehr umfangreiche, eine Auswahl an Klassen, wie es sie schon in allen möglichen Rollenspielen gab, Quests a la „Töte 20 Bären!“, den asiatischen Grafikstil und eine neue, recht klisheehafte Story, mit einer Welt, die zugegebener Maßen, soweit ich weiß, in solch einer Form bisher noch nicht da gewesen ist.
Dafür hat Aion, anders als andere MMO’s, gleich alles zusammen.
Mein Einstieg in Aion war so, wie ich es mir schon in vielen MMO’s gewünscht habe. Einfach.
Man wird nicht sofort von einer riesigen Welt erschlagen, in welcher man in alle Richtungen unendlich weit laufen kann, bis man von einem zu starken Monster platt geschlagen wird. Man steht nicht von Anfang an vor irgendwelchen Entscheidungen, die man treffen muss oder vor einem Händler mit einem riesigen Repertoire an Dingen, von denen man noch gar nicht weiß, wozu sie überhaupt gut sind. Man sieht sich nicht direkt einer scheinbar unlösbaren Aufgabe gegenüber, die es zwanghaft erfordert, sich einen Weggefährten zu suchen, sondern man spielt einfach.
Gut, die Tatsache, dass man einen leichten Einstieg hat, macht Aion noch lange nicht zu etwas Besonderem, ist aber schon einmal der erste positive Aspekt, der mir am Spiel aufgefallen ist.

Der zweite ist die Atmosphäre. Die Grafik ist (obwohl man von Singleplayer-Spielen weitaus mehr gewohnt ist) wunderschön, die Welt stimmig, die Klänge passend, fließend. Auch den Soundtrack möchte ich an dieser Stelle loben – Nicht nur super-klisheehafte Fantasy-Mittelalter-Firlefanz-Töne sondern teilweise auch geballte Egitarrenpower, yeah, das rockt! Passt außerdem auch besser zum Setting.
Also laufe ich in bester Stimmung weiter, erledige einige 08/15-Quests und komme schließlich zum ersten Dorf (wohlgemerkt: Man ist nicht von Anfang an in einem Dorf oder einer Stadt!). Hier geht es für meinen werdenden Waldläufer nicht nur weiter mit den Quests, sondern ich habe auch erstmals die Chance, mein gerade erst zusammengespartes Miniatur-Vermögen gegen einige Ausrüstungsgegenstände oder ein größeres Inventar einzutauschen. Letzteres ist übrigens weitaus besser gelöst, als ich es in anderen Spielen erlebt habe. Es ist von Anfang an nicht zu klein und kann bei Bedarf (insg. drei mal) um neun Plätze vergrößert werden. Das kostet natürlich auch einen gewissen Betrag an Kinah (die Währung in Aion), der sich mit jedem Upgrade vervielfacht, was jedoch gewährleistet, dass man den Beutel erst dann vergrößern kann, wenn es dafür auch wirklich an der Zeit ist – gut gemacht!
Weiterhin treffe ich in dem Dorf auch erstmals, neben den normalen Quests, auf Missionen. Diese begleiten einen, wie ein roter Faden, durch alle Levelstufen und vergeben mehr Erfahrungspunkte als gewöhnliche Quests. Man könnte sie also auch als Primärquests bezeichnen, auch, wenn sie nicht (immer) zwingend notwendig sind, um weiter zu kommen.

Das Nächste, was mir positiv aufgefallen ist, war die Abwechslung. Die Landschaft verändert sich beim vorankommen stetig. Von einer Hügellandschaft über einen See zu einem Wald. Von da aus ans Meer und zu einem Friedhof. Und das alleine auf der Tutorial-Insel, die von MMO-Spielern liebevoll als Noob Island bezeichnet wird.
Und dann ist es so weit. Das neunte Level ist gemeistert und – oha, ich darf in die Zukunft blicken und sehe meinen Asmodier im Abyss, wo eine Anzahl an NPC’s um ihn herum steht und ihn bejubeln. Er breitet seine Flügel aus und fliegt auf in einen Kampf, den ich sogar selber bestreiten darf und als die Vision zu ende ist, werde ich nach Pandaemonium gebracht, der Hauptstadt der Asmodier.
Mein erster Eindruck der Stadt war: Woah, groß! Aber ich wollte nicht lange bleiben, bin sofort in die nächste Stadt geflüchtet, nur für einen Grund. Ich wollte fliegen!

Altgard ist die erste Zone, in welcher man als Asmodier fliegen kann. Ich bin weitaus länger dort geblieben, als ich es eigentlich musste. Manchmal flog eine riesige Walähnliche Kreatur über die kleine Stadt und ich habe beobachtet, wie sie vorbei zog. Leider konnte ich nicht sehr nah an sie heran fliegen.

Manchmal habe ich mich dabei ertappt, einfach über Altgard her zu fliegen, zu landen, um meine Flugzeit wieder aufzufüllen, und weiter zu fliegen. Aion ist zwar nicht das erste Spiel seines Genres, in welchem man fliegen kann, aber ohne Zweifel das ästhetischte. Besonders gut gefiel es mir in der Nacht. Ich war überrascht darüber, dass die Landschaft Nachts so anders aussah, als am Tag. Aber der eigentliche Grund, warum ich die Nacht dem Tag vorzog war, dass man den Turm der Ewigkeit dann in seiner ganzen Pracht sehen konnte.
(Es war unmöglich, den kompletten Turm auf einen Screenshot zu packen, deswegen habe ich es so gut wie möglich zusammengeschnitten…. Man sieht, dass das nicht meine Stärke ist xD)

Letztendlich musste ich mich dann aber doch wieder auf den Weg machen und Altgard verlassen. Der Grund, warum es mir so schwer fiel war, dass es die einzige Gegend war, in welcher ich mit meinem derzeitigen Level fliegen konnte. Den Großteil der Welt muss man offenbar doch zu Fuß erkunden. Nur Gleiten kann man überall.
Obwohl das sehr schade ist, ist es aber dennoch nötig. Was für einen Reiz hätte ein Spiel, in dem man Gefahren einfach umfliegen kann?
Alles in Allem bin ich, nachdem ich die Beta gespielt habe, jetzt wieder sehr optimistisch, was Aion angeht, und freue mich sehr auf das Preview Event in Europa :]