Prince Of Persia – durchgezockt
Sohar. Da ich ja jetzt einen neuen Blog habe, muss ich die Gelegenheit ja nutzen und wat nettes schreiben. Wieso denn auch keine Rezension? Ich habe ja hier noch eine Fertige liegen, die ich damals geschrieben habe, als ich die Prince of Persia – Trilogie durch hatte.
Also viel Spaß beim Lesen
Prince of Persia – Die Trilogie durchgespielt
Nun habe ich es doch endlich geschafft. Nach langer entbehrungsreicher Spielzeit habe ich Prince of Persia durchgespielt und schreibe mit viel Vergnügen eine Rezension.
Es sei vorweg genommen, dass ich nach dem beendigten dritten Teil in triumphierender Stimmung schwelge und nur daher so gute Laune habe. Natürlich war es (leider) nicht immer so, aber dies wird an späterer Stelle beschrieben.
Desweiteren werde ich versuchen, alles so objektiv wie möglich zu beschreiben und zu bewerten, jedoch wird meine subjektive Meinung höchstwahrscheinlich großen Einfluss auf die Gesamtwertung und den allgemeinen Text haben. Soll aber nicht heißen, dass meine Meinung nicht der Gesamtmeinung entspricht. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!
Wollen wir mit Prince of Persia: the Sands of Time beginnen. Es ist der erste Teil der “neuen” Trilogie.
Der Prinz und sein Vater, König Sharaman, greifen den Indischen Maharaja an und nehmen den Palast ein. Beim Plündern des Palastes findet der Prinz den „Dolch der Zeit“ sowie eine mysteriöse Sanduhr. Durch den Rat des Wesirs, die Sanduhr zu öffnen, wird der sich darin befindende Sand der Zeit freigesetzt und verwandelt alle Menschen im Palast zu bösen Sandwesen!
Zum Glück hat es wenigstens den Prinzen nicht erwischt. Wäre ja auch blöd – Immerhin spielen wir ihn ja! Die Steuerung ist übrigens von Anfang an vor allem eines: Spaß!
Graziös läuft man Wände entlang und hoch, hüpft und springt über Vorsprünge und Plattformen und weicht Fallen aus. Super!
Erstaunlicher Weise wurde ich von der ganzen Kletterei mit der Zeit nicht müde. Der Schwierigkeitsgrad steigt das ganze Spiel über sanft an und so sieht man sich beim Klettern immer wieder vor dem einen oder anderen Rätsel stehen.
Anders verhält es sich aber bei den Kampfpassagen. Diese werden zwar mit der Zeit etwas schwieriger, aber bleiben eigentlich bis zum Ende Kinderleicht. Viel zu einfach zu bewältigen und leider keine Herausforderung. Selbst der Endboss stellt sich als ziemlich fragil und schnell zu bewältigen heraus.
Trotz allem möchte man mit dem Spielen am liebsten gar nicht mehr aufhören. Schon bald im Spiel trifft man auf Fara, die Tochter des Maharajas und darf sich auf sehr amüsante Dialoge und Gedankenspiele des Prinzen freuen. Die Sprachausgabe dabei ist noch nicht einmal schlecht. Falsch. Sie ist sogar richtig gut! Ebenso gut ist auch der Sound. Natürlich sind es dem Setting entsprechend orientalische Töne, welche die Atmosphäre gut abrunden.
Leider ist das Ende nicht ganz zufriedenstellend, doch dies ist, wie man nach einiger Zeit bemerkt, sehr wohl bedacht. Durch das etwas melancholische zu Ende gehen der Geschichte, findet der Spieler selbst nach dem Durchspielen noch Grund dazu, über sie nachzudenken.
Das größte Manko an PoP1 ist die kurze Spielzeit. Ohne Probleme schafft man es, das Spiel schon an einem Tag durchzuspielen. Besondere Extras oder versteckte Boni gibt es erst gar nicht. Besonders ärgerlich, wenn man es sich nach der Veröffentlichung für den Vollpreis gekauft hat. Mittlerweile kostet es aber nur noch fünf bis zehn Euro. Und das ist es auf jeden Fall wert. Mein Tipp: Eine große Spielesensation. Kauft es euch unbedingt!
Nun zu Teil zwei der Trilogie: Prince of Persia: Warrior Within.
Der Prinz hat im ersten Teil einen ganz schön dummen Fehler begangen. Wir erinnern uns: Er hat den Sand der Zeit freigesetzt. Zwar hat er das ganze wieder rückgängig machen können, aber dennoch ist seine Erinnerung an das Dilemma noch vorhanden und daher wird er von einer Bestie verfolgt, welche es als ihre Aufgabe sieht, alles zu vernichten, was nicht in diese Zeit gehört. Angstvoll flieht der Prinz und bricht zur Insel der Zeit auf, um dort in die Vergangenheit zu reisen und die Erschaffung des Sandes zu verhindern, wodurch der große Fehler des Prinzen nicht mehr vollbracht werden kann und es somit auch keinen Dahaka, so heißt die Bestie, gibt. Mitgekommen? Gut! Denn im zweiten Teil der Prince Of Persia-Trilogie kommen so viele Zeitsprünge vor, dass man nach einiger Zeit etwas mitzudenken hat, um noch alle Handlungsstränge auseinander halten zu können. Neben der Gegenwart und der Vergangenheit kommen irgendwann nämlich noch „während der Vergangenheit“ und „vor der Gegenwart“ hinzu. Die Zukunft bleibt aber zum Glück aus dem Spiel.
Apropos Spiel (na, wenn das keine geniale Überleitung ist): PoP2 beginnt sofort mit geballter Action auf dem Schiff des Prinzen, mit dem er zur Insel der Zeit segelt. Und nach fünf Minuten Spielzeit tritt man auch sofort dem ersten Boss entgegen. Dafür bekommt man auch von Anfang an das Kampfsystem zu spüren, welches im ersten Teil beinahe komplett gefehlt hat. Während es bei PoP1 nämlich nur wenige Kampfmoves gibt, findet man in PoP2 direkt eine ziemlich große Comboliste und als ob das noch nicht genug wäre, gibt es nun auch Variationen zwischen Einhand- und Zweihandtechniken sowie zusätzlich eine große Zahl an verschiedenen Sekundärwaffen.
Also, zurück zum Geschehen: Neben der superguten Neuerung des Kampfsystems findet man auf dem Schiff nämlich auch direkt eine richtig schlechte Neuerung wieder: Der Kampfsound ist nämlich nichts anderes als dröhnender Metall und Rock. Nicht, dass diese Musik schlecht wäre, aber ins Setting passt es nun mal überhaupt rein gar nicht rein!
Es macht leider sehr vieles an der Atmosphäre kaputt und diese könnte dieses Spiel dabei so gut gebrauchen! Desweiteren ist der Prinz nun ganz und gar nicht mehr der junge, lustige Typ mit dem komischen Bart, sondern ein hartgesottener Krieger mit ganz schön vielen uncoolen Sprüchen, die wohl eigentlich cool wirken sollten. Auch die Gegner haben ein paar ganz schön schlechte Kommentare drauf. Die einen haben wohl zu viel Sand gegessen und die anderen sind Masochisten. Keine Sorge, es wird noch besser! Das Spiel ist nämlich voll von Bugs, über die sich schon ganz schön viele Spieler beschwert haben. Und zwar sind es nicht kleinere Grafik- oder Soundfehler, sondern echte Bugs, die den Spielspaß hemmen oder das Durchspielen gar unmöglich machen!
Ich musste zum Beispiel irgendwo in der Mitte des Spieles noch einmal von vorne anfangen, weil die Gegner unsterblich wurden. Außerdem soll es Fehler geben, bei denen man bestimmte Vorsprünge nicht erreichen kann, auf welche man für das Durchspielen klettern muss. Da sind die vielen Grafikbugs eigentlich nichtig.
Wer es dennoch wagt, das Spiel zu installieren sucht unterdessen vergeblich nach Patches: Zwar wurde von Ubisoft irgendwann mal einer angekündigt, dieser ist aber nie erschienen, mit der Begründung, die Entwickler würden ihr Hauptaugenmerk momentan auf den dritten Teil richten. Dieser ist zu dieser Zeit aber schon erschienen. Nun ja, schade.
Ach so, eine gute Neuerung habe ich bei dem ganzen Gemecker beinahe vollkommen vergessen. Wie schon erwähnt wird der Prinz ja von dieser Bestie, dem Dahaka verfolgt. Dieser lässt ihn natürlich auch auf der Insel der Zeit keine Verschnaufpause und so sieht man sich als Spieler dazu gezwungen zu fliehen – Und zwar schnell! Hektisch muss man dann Möglichkeiten finden, weiter zu kommen, ohne vom Dahaka erwischt zu werden.
Die einen finden diese Verfolgungsjagden nervig, aber ich finde, sie geben dem Game noch das gewisse Etwas, was es perfekt machen würde, wären da nicht die Bugs und die Soundausgabe und die Synchronstimmen und die Bugs und die Atmosphäre und… habe ich die Bugs schon erwähnt?
Spaß beiseite. Irgendwie ist das Spiel ja schon lustig. Die Story gibt zwar nicht mehr so viel her, wie bei PoP1, aber dennoch ist sie ein wichtiger Part in der Geschichte des Prinzen. Die Kämpfe machen (zumindest meistens) Spaß und mit den Fallen sieht es genauso aus.
Zwar kann man Prince of Persia: Warrior Within getrost ignorieren, aber wer es dennoch einmal spielen möchte, findet ein mittelmäßig bis gutes Spiel wieder. Wer aber mit dem ganzen Genre oder dem Setting nichts anfangen kann, sollte lieber die Finger davon lassen!
Es ist eindeutig der schlechteste Teil der Trilogie, aber wer den ersten Teil gemocht hat und/oder vor hat, den dritten Teil zu spielen, kann schon zugreifen. Es ist ja mittlerweile für wenig Geld zu haben.
Prince of Persia: the Two Thrones macht aber alles wieder wett! Warum? Ganz einfach: Es verbindet alle Stärken vom ersten und zweiten Teil zu einer perfekten Fortsetzung.
Die E-Gitarrenklänge weichen wieder zum Setting passender orientalischer Musik, die schlechten Kommentare des Prinzen und der Gegner sind vergessen. Die Atmosphäre ist nicht mehr trist und grau, sondern, wie im ersten Teil, die eines Palastes oder eher einer ganzen Stadt!
Zusammen mit der Herrscherin der Zeit verließ der Prinz die Insel und kehrt nach Babylon zurück, doch er findet es zerstört wieder. Dort wird Kaileena, die Herrscherin, gefangen genommen und verschleppt. In der Hitze der brennenden Feuer in der Stadt Babylon eilt der Prinz von Persien Kaileena zur Hilfe, doch kommt zu spät. Sie wird getötet. Nein, nicht einfach getötet. Durch die Nichterstehung des Sandes ist der böse Wesir aus dem ersten Teil wieder da! Er hat den Dolch und raubt der Herrscherin damit ihr Leben und erschafft den Sand der Zeit somit aufs Neue. Und damit kommt er zu neuen ungeahnten Kräften….
Als ob das noch nicht genug wäre, setzt der Sand auch dem Prinzen ganz schön zu. Ein zweites dunkles Ich kommt in ihm zum Vorschein. Es verändert sein Erscheinungsbild und macht ihn stärker und schneller, aber dafür verliert er stetig an Lebenskraft, die er nur mit dem Sand der Zeit wieder gewinnen kann.
Diese Passagen, in denen man den dunklen Prinzen spielt, sind ähnlich den Fluchtszenen in PoP2. Man ist ständig in Hektik, da man an Lebenspunkten verliert und zwar nicht langsam. Dafür ist man in dieser düsteren Form auch mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet, die das Leben um einiges vereinfachen. Außerdem macht die zweite Persönlichkeit des Prinzen das Spiel um einiges spannender. Ständig streiten sich die beiden miteinander, werfen sich irgendwelche Dinge vor und ärgern sich, wo sie nur können. Eine spaßige Angelegenheit für den Spieler und kitzelt einem den einen oder anderen Schmunzler heraus.
Das Kampfsystem ist dem des zweiten Teils beinahe Identisch, jedoch gibt es dieses mal nur eine einzige Primärwaffe: Den Dolch der Zeit. Hinzu kommt die Waffe des dunklen Prinzen, mit der man viele Gegner gleichzeitig Treffen und niederstrecken kann. Desweiteren gibt es die sogenannten „Speed-Kills“. Mit dieser Funktion kann man einen Gegner mit einem Schlag niederstrecken, wenn man sich von hinten anschleicht. Auf diese Weise kann man unnötige Kämpfe umgehen.
Auch Fara ist wieder mit von der Partie, jedoch greift sie nicht mehr aktiv im Kampfgeschehen mit ein. Trotzdem spielt sie eine zentrale Rolle im Spiel, welche ich allerdings nicht gerne vorweg nehmen möchte.
Mehr möchte ich zu dem Spiel auch eigentlich gar nicht mehr sagen, kauft es euch einfach! Doch eines solltet ihr einhalten: Spielt, bevor ihr den PoP3 anrührt, erstmal den ersten Teil durch, denn PoP3 baut in vielen Weisen auf diesen auf und sorgt für einige tolle Überraschungen. Für mich ist PoP3 einfach ein geniales Spiel und wäre mir sogar den Vollpreis wert gewesen (Ich habe es aber trotzdem für 10€ erworben
)!
Mein Fazit: Prince of Persia: the Sands of Time und Prince of Persia: the Two Thrones müsst ihr unbedingt spielen! Warrior Within könnt ihr aber getrost überspringen. Der zweite Teil ist lediglich für ein besseres Verständnis der Story gut zu “gebrauchen”.
Oder spielt, wie ich, einfach alle drei Teile hintereinander. Bei den aktuellen Preisen kann man dabei eigentlich gar nichts falsch machen.
Geschrieben von: Jasmin F. aka Dracia

Wow, danke für das Bericht! Habe zwar vieles nur querdurchelesen, da ich selber vor habe bzw. grad dran bin alle 3 Teile hintereinander wegzuspielen
Allerdings spiel ich sie auf der Playstation2
und es hat mich echt gewundert, dass pop1 sooo gut ist
Immer gerne doch :] Am 4. Dezember kommt dann PoP:Prodigy, welches natürlich auch eine Rezi von mir bekommt. Viel Spaß bei PoP1-3 bis dahin!